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Flammen mit Notruf
Handyortung im Notfall
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Die mobile Notrufsäule –
Neues Ortungssystem im Kampf um Leben und Tod

Lebensretter Handy – neue Technik für den Notfall

HandyEine schreckliche Situtation: ein Mensch verunglückt auf einer einsamen Landstraße und weiß nicht genau, wo er sich befindet. Sein Handy könnte seit neustem zum Lebensretter werden. Die Björn-Steiger-Stiftung hat ein System für Notruf-Ortung entwickelt. Jeder Anrufer, der einen Notfall meldet, kann binnen Sekunden lokalisiert und Minuten später gerettet werden. Planetopia über den neuen „LifeService“ per Peiltechnik. Wie er funktioniert, und wie Sie kostenlos davon profitieren können.

So schnell wie möglich hetzen Rettungskräfte zu Menschen, die in Not geraten sind. Aber wenn der Unfallort nicht bekannt ist, wird es dramatisch. Eine lange Suche – fatal. Denn oft sind es Sekunden, die zwischen Leben und Tod entscheiden. Unser Handy kann jetzt zum Lebensretter werden.

Frankfurt, am Main, Notrufzentrale. Ein Unfall wird gemeldet, ein Mann ist verletzt. Binnen 70 Sekunden rückt das Rettungsteam aus. Die Zieladresse ist vom Anrufer genau benannt worden, der Verletzte muss also nicht gesucht werden – der Idealfall. Der Notruf kommt aus einer Bücherei in der Innenstadt. So können die Helfer auf direktem Weg, schnell, am Unfallort sein - in nur 7 Minuten. Erst hier erfahren sie, wie ernst der Fall wirklich ist - diesmal zum Glück nichts Dramatisches, nur ein Schnitt, eine Fleischwunde. Doch so glimpflich geht es nicht immer aus. Vor allem dann, wenn das Opfer nicht genau weiß, wo es sich befindet.

So wie in diesem Fall: Die Kurve unterschätzt, das Lenkrad verrissen - und das Tischbein kracht an den Kopf. Hier wird das Handy zum Retter in der Not.Mike Herzog, Polizei Köln: „Wir haben nur noch verstehen können, dass die Unfallstelle im Wald liegt unmittelbar am Ortsrand, danach waren nur noch Geräusche zu hören und das Plätschern von einem Bach. Danach ist der Mann vermutlich ohnmächtig geworden und wir mussten davon ausgehen, dass er schwerer verletzt ist.“

Wertvolle Zeit vergeht, als die Retter die Straßen absuchen – kein Einzelfall. Karte 1

Mike Herzog: „Das Problem hier war, dass der Fahrer gar nicht mehr dazu kam, zu sagen, wo die Unfallstelle ist, aber es ist ja tatsächlich so, dass Anrufer oftmals gar nicht sagen können, wo sie sich aufhalten, weil sie sich in der Gegend gar nicht auskennen.“

So ist es auch Richie Junge aus Bad Doberan passiert. Beim Biken in einem ihm bis dahin unbekannten Wald verfährt sich der 15jährige. Alle Versuche, wieder zu einer Straße zurück zu finden, scheitern. Und irgendwann verliert er sich völlig zwischen den Seen, fährt nur noch im Kreis und gibt schließlich erschöpft auf. Richie Junge: „Egal wo ich hinging, überall war Wasser. Ich konnte nach links gehen, rechts war Wasser, links war Wasser, überall Wasser. Da hab ich mich total verloren gefühlt. Und dann hat es auch noch geschneit und alles, und dann wusste ich mir überhaupt nicht mehr zu helfen.“Das Handy hat Richie zwar dabei, aber seine Prepaid-Karte ist leer. Es ist ziemlich kalt – der Junge wird immer verzweifelter. Der rettende Gedanke kommt ihm in der größten Not. Richie Junge: „Dann kamen halt noch die Wildschweine und da habe ich schon Schiss gekriegt und das war dann nicht ganz so toll. Da denkt man zunächst mal nicht daran, dass man ja die 112 anrufen kann, aber wenn man kein Geld mehr auf dem Handy hat, dann blieb nichts anderes übrig, weil das ja eine kostenlose Nummer ist.“
Berliner ILS112 - der Notruf der Feuerwehr – Richies letzte Hoffnung, obwohl er seinen Standort gar nicht näher beschreiben kann. Der Helfer am anderen Ende der Leitung bittet Richie, einfach am Telefon zu bleiben. Denn auch ohne präzise Angaben des Jungen ist es für die Einsatzkräfte neuerdings möglich, die Position des Hilfesuchenden zu bestimmen - mit Unterstützung von Mobilfunkmasten, in der Gegend. An der ständigen Verbesserung der Rettungs-Technik arbeitet er: Professor Peter Jung von der Uni Duisburg. Der Kommunikations-Wissenschaftler entwickelt die Ortungs-Software, die Handys baldOrtungsergebnis flächendeckend auf unter 100 Meter genau lokalisieren kann. Mit diesem silbernen Handy-Modell, das er über seinen Laptop bedient, demonstriert uns der Forscher das Prinzip der neuen Software. Er setzt den Notruf ab. Und der geht ganz normal über das Mobilfunknetz zur Notrufzentrale – hier verkörpert durch seinen Assistenten auf der anderen Seite des Tisches. Der fragt nun per Email beim Mobilfunkbetreiber nach, wie weit das Handy von den Sende-Masten in der unmittelbaren Umgebung entfernt ist - den sogenannten Basisstationen. Per Kreuzortung wie in der Schifffahrt wird so die Position des Handys ermittelt.

Quelle: Planetopie (NEWS AND PICTURES Fernsehen GmbH & Co. KG)

Christoph BSS

Was ist LifeService der Björn Steiger Stiftung?

LifeService ist die Handy-Ortung im Notfall. LifeService ortet jedes Handy per Funkzelle. Mit einem Handy, das GPS unterstützt, funktioniert das auf den Punkt genau.

Auf einen Blick:

  • Schnelle Ortung Ihres Handys bei Notruf
  • Kostenlose Registrierung
  • Funktioniert mit jedem registrierten Mobiltelefon
  • Ortung über die Funkzelle des Netzbetreibers oder via GPS-Satellit
    *Metergenaue Ortung via GPS-Satellit*

 Wie funktioniert LifeService?

Mit LifeService gewinnen wir wertvolle Zeit im Rennen um Leben und Tod. Denn damit lässt sich jedes registrierte Mobiltelefon bei einem Notruf schnell orten.
Wenn das Handy GPS unterstützt, erfolgt eine präzise Ortung seiner Position via GPS-Satelliten. Andernfalls ist auch mit jedem anderen Mobiltelefon eine weniger exakte Ortung über die Funkzellen des Netzbetreibers (LBS) möglich. Vorausgesetzt, Sie befinden sich innerhalb Deutschlands, in einem funktionierenden GSM-/UMTS-Mobilfunknetz.

Übrigens, mit activepilot, einem kleinen Zusatzgerät, lässt sich jedes beliebige Mobiltelefon um die praktischen GPS-Funktionen erweitern.

Quelle: Björn Steiger Stiftung

Pressemitteilung der Björn Steiger Stiftung pdf 78 kb