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Sondersignal - Martinshorn was Sie darüber wissen sollten
Das Martinshorn wird seit jeher bei der Feuerwehr und den anderen Hilfsorganisationen benutzt. Vielleicht nicht so wie heute; Das “Sondersignal” in den frühen Zeiten war lautes Rufen, Glocken oder Mundtröten - jedoch hat es die gleiche Bedeutung wie heutige. “Platz machen, die Feuerwehr, der Rettungsdienst oder die Polizei kommt”. Auch heute gilt das noch, den Blaulicht und Martinshorn bedeutet, sofort freie Bahn zu schaffen und Vorrang gewähren.
Was Sie tun können, wenn Sie das Martinshorn hören oder Blauchlicht sehen?
- Stellen Sie fest, woher das Sondersignal kommt
- Versuchen Sie vorauszusehen, wohin das Einsatzfahrzeug fährt, z.B. durch den gesetzten Blinker des Einsatzfahrzeug
- Fahren Sie möglichst weit rechts an den Fahrbahnrand und signalisieren Sie mit einem gesetztem rechten Blinker, dass Sie dem Einsatzfahrzeug Platz machen
- Schauen Sie auch auf den Gegenverkehr, das auch ein großes Einsatzfahrzeug vorbei fahren kann
- Reagieren Sie besonnen und überlegt, denn ein großes Einsatzfahrzeug, wie ein Löschfahrzeug oder eine Drehleiter, hat einen längeren Bremsweg wie ein PKW - also machen Sie bitte keine “Vollbremsung” um dem Einsatzfahrzeug Platz zu machen
- Hier ein Flyer dazu vom ADAC
Warum auch in der Nacht mit Sodersignal - Martinshorn?
Immer wieder bekommen wir zu hören, “muss der Lärm den sein-ich will schlafen und nicht geweckt werden”. Vielleicht gehören auch Sie zu diesen Menschen, die sich gestört fühlen, wenn Sie nachts durch Sondersignal geweckt werden. Wir verstehen dass natürlich und versuchen Sie möglichst nicht in Ihrer Nachtruhe zu stören.
Aber was Sie dazu wissen müssen:
Die Fahrt mit Blaulicht und Martionshorn ist gesetztlich vorgeschrieben (§ 35 StVO), wenn es um die Rettung von Menschleben geht und zum Erhalten von Sachwerten, aber auch zum Abwenden von anderen Schadensereignissen. D. h. dass wir eigentlich auch in der Nacht das Martinshorn einschalten müssen, wenn wir zum Einsatz fahren. Das ist keine willkürliche Entscheidung des Fahrer, um den Bürger zu ärgen. Ganz im Gegenteil: Es soll vor allem Sie als Verkehrsteilnehmer schützen, damit Sie frühzeitig reagieren können um so gefährliche Fahrmanöver oder gar Unfälle zu vermeiden.
Fazit: Es liegt die Verantwortung (auch haftungsrechtlich) alleine beim Fahrer und an der Verkehrsituation, somit kann nur er alleine entscheiden, ob mit oder ohne Martinshorn gefahren wird.
Anmerkung: Wir versuchen nachts möglichst ohne Martinshorn zu fahren, aber ab und zu geht es nicht ohne. Wir bitten dafür um Ihr Verständnis, denn auch wir sind gerade erst geweckt worden und können vielleicht die nächsten Stunden nicht schlafen, da wir anderen Menschen in Not helfen. Und wenn Sie vielleicht mal die Hilfe der Feuerwehr brauchen, wird es Ihnen warscheinlich egal sein, ob jemand durch das Martinshorn der Einsatzfahrzeuge geweckt wird...
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