Löschmänchen
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Flammen mit Notruf
Chronik

1877

Gründung der Feuerwehr Heigenbrücken

1878

Aus einem Jahresbericht von 1878 geht hervor, dass die Freiwillige Feuerwehr im Jahr 1877 gegründet wurde. Der gleiche Bericht spricht von 92 aktiven Mitgliedern im Jahre 1878, die sich wie folgt verteilten :

 Steiger    8 Mann

 Spritzenmänner   24 Mann

 Ordnungsmänner   8 Mann

 Kommandant, Adjudant und Signalisten 4 Mann

 sowie 48 Mann aus der Pflichtfeuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr hielt in dem gleichen Jahr 30 Übungen, die Pflichtfeuerwehr 3 Übungen ab.

Aus anderer Quelle kann man entnehmen, dass die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr hiesiger Gemeinde im Jahre 1877 in Gegenwart der Gemeindeverwaltung und des Ausschusses der Freiwilligen Feuerwehr vollzogen wurde. Gleichzeitig wurde der Bau eines „Feuerhäuschens“ zur Unterbringung der Löschmaschine, Schläuche und Utensilien beschlossen.

Es wurde folgender Gemeinderatsbeschluss gefasst:

In heutiger ordnungsgemöß berufener Versammlung ist der Gemeinderatsverwaltungsbeschluß über die Anschaffung einer Feuerspritze mitgeteilt worden und ist beschlossen worden, den auf 605 Mark angewachsenen Sonderlöschfond zur Anschaffung einer Löschmaschine zu 1200 Mark bei Gg. Stieber in Nürnberg incl. Schlauchhaspel, 2 Leitern, 40m Schläuche und Normalgewinde zu verwenden.

Diese Löschmaschine war bis 1928 in Betrieb und wurde durch eine trag- und fahrbare Magirus-Kleinmotorspritze Modell „Lilliput“ Größe 2 ersetzt.

Um die Jahrhundertwende sollen der Wehr 50 Bürger angehört haben, bei einer damaligen Einwohnerzahl von nicht einmal 700.

1912

Der statistische Bericht vom 31.12.1912 spricht von einer Mannschaftsstärke von 60 aktiven diensttuenden Mitgliedern und folgendem Inventar :

1  Schubleiter auf Rädern
2  Hakenleitern
2  Dachleitern
1  Saug- und Druckspritze
100 m rohe Hanfschläuche
10 Paar Normalgewinde
2 Strahlrohre
6 Schlauchbinden
9 m  Saugschläuche
2 Feuerhaken
1 Sanitätstasche

Eine Inspektion der Wehr wurde 1912 durch den Bezirksvertreter Karl Götz abgehalten.

Das Feuerhaus (Gerätehaus) hatte zwar keinen Steigerturm bzw. Steigerwand, war aber dennoch mit einem Schlauchturm ausgestattet und genügte somit den Anforderungen.

Die Wasserversorgung konnte im Brandfalle von 2 Bächen und einem Brunnen sichergestellt werden. Wasserleitung und Hydranten waren zu dieser Zeit noch nicht vorhanden. Die Feuermeldung erfolgte mit 2 Signalhörnern und durch Läuten der Kirchenglocken. Sanitätsunterricht wurde den Feuerwehrmännern nicht erteilt. Zu diesem Zeitpunkt war Leo Sternheimer Vorstand und Gebhard Wenzel Kommandant.

1934

Aus dem Protokollbuch, das seit 1934 geführt wird, können nun genauere Daten und Angaben entnommen werden.

Kommandant war damals Josef Kunkel, sein Vorgänger Wilhelm Kunkel. 1934 wurde die Wehr zweimal zum Einsatz gerufen; bei einem Waldbrand am Pollasch und bei einem Brand am Eingang des Schwarzkopftunnels.

1935

Im Jahr 1935 konnte das 60. Stiftungsfest über 3 Tage hinweg gefeiert werden.

Bei einem Brand in der Nachbargemeinde Neuhütten 1936 bewies die Heigenbrückener Feuerwehr ihre Einsatzbereitschaft.

Ein Jahr später konnte man Leo Sternheimer die Ehrenmitgliedschaft verleihen, der damals der Wehr ein halbes Jahrhundert lang treue Dienste geleistet hatte. Im gleichen Jahr, so belegt das Protokollbuch, wurde die Bezirkstagung der Freiwilligen Feuerwehr in Heigenbrücken abgehalten.

1936

Im Oktober 1936 erhielt die damals moderne Kleinmotorspritze ihre Feuertaufe. Zu einem Großfeuer im Nachbarort Neuhütten wurde die Heigenbrückener Feuerwehr mit ihrer Motorspritze gerufen. Durch Selbstentzündung von feucht geerntetem Krummet oder durch Kurzschluß entstand ein folgenschweres Feuer, welches rasch um sich griff.

Aus einem Zeitungsartikel vom 13.10.1936 kann man folgende Berichte entnehmen :

Die ersten Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwer, zumal es der Spätherbst mit sich bringt, daß sich die Bauersleut’ meistens zur Arbeit auf dem Land befinden. So fehlte es der Neuhüttener Feuerwehr an Hilfskräften. Erst als die Motorspritze aus Heigenbrücken angerückt kam, konnte die Feuerwehr richtig in Aktion treten.

Obwohl sofort nach dem Eintreffen der Motorspritze aus Heigenbrücken das Feuer mit 12 Strahlen bekämpft wurde, konnte von den Gebäuden nichts mehr gerettet werden. Wäre die Motorspritze auch nur 15 Minuten später gekommen, so wäre der ganze Ortsteil mit all den Wohnhäusern usw. verloren gegangen

1949

Nach dem Kriege setzte sich besonders Hermann Kunkel für die Wiederaufstellung der Wehr ein. Er wurde der erste Kommandant in den Nachkriegsjahren.
1949 übergab Kunkel sein Amt an Wendelin Englert. Ihm verdankt die Wehr ihren Aufschwung. Gut gerüstet und ausgebildet wurde sie ein Garant für den Feuerschutz in Heigenbrücken.

1950

Im Juni 1950 wurde das 75jährige Bestehen gefeiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stand die Übergabe des neuen Feuerwehrhauses, dessen Baukosten knapp 13.000 DM betrugen. Im gleichen Jahr mußte man im Kalten Grund einen Waldbrand löschen. Bei Bränden in Jakobsthal und Heinrichsthal eilte die Heigenbrückener Wehr den Nachbarwehren zu Hilfe.

1951

Mit einer Theatergruppe leistete auch die Feuerwehr einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben unseres Dorfes. Sie veranstaltete 1951, 1952 und 1954 Theaterabende und stiftete den Erlös für den Bau des neuen Schwesternhauses.

1955

1955 erhielt die Wehr eine neue Spritze, die bis 2000 im Einsatz war. Dieser Anlaß wurde im Juni mit einem Fest gefeiert. 1958 hatte die Feuerwehr 251 Mitglieder, davon 50 Aktive. Der Mitgliederstand ist inzwischen weiter angestiegen. Nachwuchssorgen kennt man bei der hiesigen Feuerwehr nicht. 1959 wurde eine weitere Motorspritze angeschafft, so daß der „Veteran“ aus dem Jahr 1928 außer Dienst gestellt wurde.

1967

Zum 90jährigen Bestehen erhielt die Wehr ein Löschgruppenfahrzeug LF8 für 25.000 DM.

Ein Großeinsatz mußte am 2. August 1967 beim Brand des Sägewerkes in Heigenbrücken durchgeführt werden. 14 Feuerwehren aus der ganzen Umgebung kamen damals zu Hilfe, um das Feuer einzudämmen.

Katastrophenalarm gab es Mitte August 1972, als ein gewaltiges Unwetter im Spessart ganze Waldpartien umlegte. Mit Motorsägen halfen die Feuerwehrleute tagelang, Straßen und Wege wieder befahrbar zu machen.

1970

Es wurde ein neues Gerätehaus gebaut, daß von der Feuerwehr auch noch heute genutzt wird.

1975

Das 100.Geburtstagsfest der Freiwilligen Feuerwehr vom 26.Juli bis 28.Juli 1975 wird als ein Jubiläum besonderer Art in die Geschichte des Vereins verzeichnet werden müssen. Nachdem beim Festkommers am Samstagabend Bürgermeister Englert noch betont hatte: „Der Feuerwehrmann ist bereit, seine persönliche Freiheit einzuschränken, um die stete Einsatzbereitschaft seiner Wehr zu ermöglichen“, platzte am Sonntagnachmittag mitten in die Feierlichkeiten der Ruf „Feuer“. Im Rückgebäude des Sägewerkes war ein Brand ausgebrochen, der den blitzschnellen Einsatz der Wehrmänner nötig machte.

Sie blieben den Beweis ihrer Einsatzbereitschaft nicht schuldig und zeigten, daß mit der gleichen Disziplin ein unvorhergesehener Ernstfall bewältigt wird, wie man die am Samstagnachmittag veranstaltete Großübung, an der 12 Wehren als Gäste teilnahmen, abgeleistet hatte.

1981

Auf der Generalversammlung wurde der Vorsitzende Ludwig Englert in seinem Amt bestätigt. Die Mitglieder wählten Franz Kunkel als neuen 1. Kommandanten und Erwin Müller zu seinem Stellvertreter.

1983

Auf der Generalversammlung am 18.März 1983 nahm Wendelin Haun nach 15 Jahren als 1. Kommandant und 5 Jahren als 2. Kommandant Abschied. Er steht der Wehr jedoch weiterhin zur Verfügung, unter anderem nun seit 14 Jahren als Kassier.

1984

Ein bedeutender Schritt für die Sicherheit der Bevölkerung erfolgte mit dem Kauf des neuen Tanklöschfahrzeuges TLF16/25 mit Hilfeleistungssatz, das anläßlich eines Festes vom 6. bis 8.Juli 1984 feierlich in die Obhut der Feuerwehr übergeben wurde. Das die Anschaffung richtig war, wurden bei den Einsätzen im August 1984 bei einem Wohnhausbrand und im Juni 1985 bei einem schweren Verkehrsunfall in Wiesen, gezeigt. Außerdem wurde die „stille“ Alarmierung mit 18 Funkmeldeempfängern eingeführt.

1987

1987 feierte die Wehr 3 Tage lang ihr 110jähriges Bestehen.

1989

Im Jahr 1989 konnte die erste Stufe der Gerätehausrenovierung in Angriff genommen werden. Die Gemeinde beschaffte neue automatische Schnelllauftore und die Außenfassade des Gerätehauses wurde neu gestaltet. Die Feuerwehr beauftragte einen Maler und ließ sich den „Heiligen Florian“ samt Schriftzug und Wappen auf die Frontseite malen.

Da das alte Löschfahrzeug Opel Blitz aus dem Jahr 1965 immer mehr Probleme machte, beschloss die Gemeinde, ein neues Löschgruppenfahrzeug LF8 anzuschaffen. Diese Beschaffung zog sich wegen der neuen Fahrzeuggeneration (weniger Fahrzeugtypen) über mehrere Jahre hin. 1993 konnten wir schließlich unser neues Löschgruppenfahrzeug LF8/6 in Empfang nehmen.

Ein schweres Unwetter ist über den Spessart hinweg gezogen. Schwerer Hagelschlag und Sturmschäden richteten erheblichen Sachschaden an. Dieser Einsatz hielt die Feuerwehr auf Trab.

1991

In Wiesen brannte die „Dreschhalle“ bis auf ihre Grundmauern nieder. Vergeblich haben die Feuerwehren aus dem ganzen Hochspessart um eine Schadensreduzierung gekämpft.

1993

Zu einem schweren Arbeitsunfall wurde die Feuerwehr zur Rettung eines unter einem Bagger eingeschlossenen Bauunternehmers alarmiert. Trotz aller Bemühungen der Einsatzkräfte konnte der Bauunternehmer aus Schöllkrippen nur noch tot geborgen werden.

1995

Eine weitere Ära ging zu Ende. Neben den beiden Kommandanten trat auch Ludwig Englert nicht mehr zur Wahl an und somit wurde eine ganz neue Vorstandschaft gewählt. Franz Kunkel war 5 Jahre 2. Kommandant und 12 Jahre 1. Kommandant, Ludwig Englert hatte sein Amt über 25 Jahre „inne“.

Neuer 1. Vorsitzender wurde Egon Imhof, zum 1. Kommandanten Clemens Englert und zu seinem Stellvertreter Rolf Hackel gewählt, ferner wurde Wendelin Haun zum Kassier und Achim Büttner zum Schriftführer gewählt.

Im Juni 1995 machte ein Chlorgasaustritt am Schwimmbad Heigenbrücken den Einsatz der Feuerwehr notwendig.

1996

Das TLF 16/25 und das LF 8/6 bilden zurzeit das Einsatzpotential der Feuerwehr Heigenbrücken. Geplant ist innerhalb der nächsten Jahre ein Mehrzweck- oder Mannschaftstransportfahrzeug anzuschaffen.

1996 konnte endlich die Renovierung des Feuerwehrhauses abgeschlossen werden. Neben einem neuen Industriefußboden, Abgasabsaugung und neuem Anstrich in der Fahrzeughalle wurde auch der Schlauchtrockenturm wieder „herausgeputzt“. Außerdem wurde das Treppenhaus zum Schulungsraum renoviert. In Eigenarbeit führte die Feuerwehr lange geplante Dacharbeiten am Feuerwehrhaus durch und somit wäre das Gerätehaus für die nächsten Jahre gerüstet. Jedoch platzt das Feuerwehrhaus aus allen Nähten.

Vereins- tätigkeit

im

Überblick

Auch die Geselligkeit ist wichtig für die Kameradschaft in der Feuerwehr. Unter diesem Gesichtspunkt sind neben den Kameradschaftsabenden besonders die in den letzten Jahren durchgeführten Vereinsausflüge zu sehen. Gerne erinnern sich die Wehrmänner noch an die Fahrt nach Kehlheim mit Besuch der Solnhofer Marmorsteinbrüche, der Fahrt durch den Donaudurchbruch nach Kloster Weltenburg und der Altstadt von Regensburg Ende April des Jahres 1976.

99 Personen nahmen 1978 am Ausflug nach Konnersreuth im Fichtelgebirge teil und labten sich am „Böhbrot“, das die 3 „Super-Köche“ gebraten hatten. Vom 2. bis 4.Juni 1979 ging es dann mit 102 „Mannen“ nach Triberg/Schwarzwald.

Ein voller Erfolg war auch der Ausflug nach Oberperfuß, über den 1.Mai 1980, wo die Feuerwehrkapelle dem Gesundheitsminister von Österreich ein Ständchen darbrachte. Vom 28.Mai bis 31.Mai 1981 führte der Vereinsausflug nach Jois ins österreichische Burgenland. Die letzten größeren Fahrten führten im Oktober 1983 nach St. Georgen am Attersee, 1988 nach Inzell/Oberbayern, 1990 in den Böhmerwald und 1996 nach Marienbad.

Neben den eigentlichen Aufgaben nahm die Freiwillige Feuerwehr unserer Gemeinde an kulturellen und sportlichen Veranstaltungen der anderen Vereine teil. So ist es selbstverständlich, daß die Feuerwehrmänner an Prozessionen und Umzügen in Uniform antreten.

Aus der Chronik über das Vereinsleben ist zu ersehen, daß im Durchschnitt jährlich ca. 10 auswärtige Jubiläumsfeste anderer Feuerwehren zu besuchen sind. Tradition ist auch schon, daß an großen Feste der örtlichen Vereine die Männer der Feuerwehr den Bierstand übernehmen, wenn ein solcher Wunsch an uns herangetragen wird. Mit unterschiedlichen Erfolgen nahm bisher auch eine Mannschaft der Feuerwehr am Ortspokalkegeln des Kegelclubs „Einigkeit“ teil, bei der 1995 der 3. Platz erzielt wurde. Nach dem 3. Platz beim Fußballturnier der Ortsvereine im Jahr 1980, gelangte die Mannschaft im Jahre 1981 ins Endspiel und unterlag dort dem Musikverein nur knapp.

1999

Im Oktober 1999 hat die Feuerwehr Heigenbrücken ihr Aufgabengebiet erweitert. Die First Responder (medizinische Ersthelfer) haben die Genehmigung des Rettungszweckverbands erhalten und ihre Arbeit aufgenommen. 12 Feuerwehrkameraden haben einen 72stündigen Zusatzlehrgang zum Einsatz-Sanitäter erfolgreich bei den Maltesern in Aschaffenburg besucht. In diesem Jahr wurden immerhin noch 8 First Responder Einsätze gefahren.

2000

Die Freiwillige Feuerwehr hat derzeit 200 Mitglieder, davon nehmen 34 aktiv am Feuerwehrdienst und 36 in der Kapelle teil.

Im Jahr 2000 stellte die Feuerwehr Heigenbrücken bei einigen Brandeinsätzen ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis. So begann es im Mai mit einem Wohnungsbrand im Finkenweg, bei dem der Dachstuhl und die Wohnung schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Weiter ging es dann im September mit dem Brand einer Gleisbaumaschine am Bahnhof Heigenbrücken bis zum Brand im Oktober der Wodianka-Hütte.

2001

Die Aktiven der Wehr nahmen im Jahr 2001 zum ersten Mal an einer Übung in Bonnland teil.

Bonnland ist eine eigens für Übungszwecke geschaffene Kleinstadt, in der hauptsächlich die deutschen Streitkräfte ausgebildet werden. Die Feuerwehren können in dieser Kleinstadt realitätsnahe Ausbildungen durchführen und sich so auf das „Einsatzgeschäft“ vorbereiten.

2002

Die Feuerwehrkapelle hat sich als Verein zum 01. Januar 2002 verselbständigt, die Musiker gehören aber weiterhin als Mitglieder dem Feuerwehrverein an.

Vom 20.Juli bis 22.Juli 2002 feierte die Wehr ihr
125-jähriges Bestehen mit einem Fest am Busparkplatz in den Hüttenwiesen.

Am Festsamstag wurden eine Feuerwehrolympiade der Jugendfeuerwehren des Landkreises sowie eine gemeinsame Übung der Aktiven mit den Nachbarwehren durchgeführt.

Theodor Kunkel wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

2003

In der Generalversammlung von 2003 wurde der langjährige Kassier Wendelin Haun aus seinem Dienst verabschiedet. Mit Leib und Seele hat er der Wehr zunächst als einfacher Kamerad, seit 1963 als stellvertretender Kommandant und 1968 bis 1983 als Kommandant und seitdem als Kassier im wahrsten Sinne des Wortes gedient. Leider verstarb am 21.Dezember 2003 unser Ehrenkommandant. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.

Es wurde vom Feuerwehrverein in gemeinschaftlicher Arbeit mit der Feuerwehrkapelle die Gaube am Feuerwehrhaus ausgebaut und gleichzeitig mit dieser Baumaßnahme der Spitzboden komplett saniert.

2005

In der Dienstversammlung am 12.März 2005 wurde Achim Büttner zum 1. Kommandanten und Jörg Hackel zum 2. Kommandanten gewählt.

Der 30.Floriantag wurde von den vier Hochspessartfeuerwehren in Heigenbrücken gefeiert. Hier ist auch die Idee der Florian-Wahlfahrt entstanden. Die Wallfahrt nach St. Florian/Österreich wurde in der Zeit vom 21.Oktober bis 23.Oktober 2005 durchgeführt. Es nahmen 33 „Floriani-Jünger“ teil. Aus Wiesen machte sich mit uns leider nur der Ehrenkommandant Ambros Büdel auf den Weg. Organisiert wurde die Fahrt, die gemeinsam mit den Wehren aus Jakobsthal, Heinrichsthal und Wiesen unternommen wurde, von Kreisbrandmeister Fridolin Kerber und Pfarrer Oliver Wirthmann.

2006

In der Generalversammlung 2006 wurde Rolf Hackel zum 1. Vorsitzenden für den ein Jahr zuvor zurückgetretenen Vorsitzenden Egon Imhof gewählt.

In diesem Jahr wurde seitens der Freiwilligen Feuerwehren aus Heigenbrücken und Jakobsthal der Gemeinde ein Fahrzeugkonzept vorgestellt. Demnach soll im Jahr 2007 ein Mehrzweckfahrzeug, im Jahr 2009 ein TSF-W für Jakobsthal und im Jahr 2012 ein HLF 20/16 als Ersatz für das TLF angeschafft werden. Der Gemeinderat hat diesem Fahrzeugkonzept zugestimmt und das MZF wurde bestellt.

Die Einweihung dieses Fahrzeuges soll beim 130-jährigen Gründungsfest 2007 erfolgen.

Die Einsätze der First Responder steigen weiter an. So wurden 2006 immerhin schon 76 First Responder Einsätze gefahren. Aber auch die Einsätze der Feuerwehr nehmen immer mehr zu. Sicher einer der mit zeitaufwändigsten Einsätze der Vergangenheit war im September 2006 ein umgestürzter LKW auf der
ST 2317, bei dem die Feuerwehr Heigenbrücken über 8 Stunden im Einsatz war.

Bei Veranstaltungen der Kirche, so das Kirchenfest mit Besuch des Bischhofs und Prozession zur Grotte, war die Feuerwehr weit über 10 Stunden im Einsatz.

Im Dezember 2006 ging die Homepage der Feuerwehr Heigenbrücken nach fast 2jähriger Planung und Überlegungen, diese mit der Feuerwehrkapelle zusammen zu machen, online. Diese wird federführend von Tobias Brinkmann gestaltet und als Administrator betreut. Weitere Schritte im Rahmen der verstärkten Öffentlichkeitsarbeit wurden eingeleitet.

2007

Der Verein besteht im Jahr 2007 aus 213 Mitglieder, davon 25 Aktive und 12 Jugendliche.

Die Broschüre „Florian Heigenbrücken“ wurde 2007 als weitere Informationsquelle für die Bürger ins Leben gerufen, die 4-mal im Jahr veröffentlicht wird. Dies ist ein weiterer Schritt im Rahmen der verstärkten Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsgewinnung für die Feuerwehr Heigenbrücken.

Die Feuerwehr Heigenbrücken feierte mit vielen Gästen aus Nah und Fern vom 07. bis 08.07.2007 ihr 130 jähriges Gründungsjubiläum. Neben zahlreichen Feuer-wehrverantwortlichen des Landkreises konnten auch politische Größen begrüßt werden. Highlights waren u. a. die Florian-Bar am Samstagabend, die Kirchenparade mit dem Musikverein am Sonntagmorgen und die Fahrzeugschau am Nachmittag.

Die geplante Fahrzeugweihe des MZF konnte nicht stattfinden, da das Fahrzeug noch nicht geliefert werden konnte.

Neben der traditionellen Aufstellung des Maibaums am 30.04.2007, den Frevler noch in derselben Nacht wieder einmal umgesägt haben, wurde der gemeinsame Florianstag der Hochspessartwehren am 06.05.2007 in Heinrichsthal gefeiert.

Das Vereinsjahr 2007 hatte viel zu bieten, aber auch das Feuerwehrjahr sollte nicht zu kurz kommen.

So gab es im Januar aufgrund des Sturms Kyrill viel Arbeit für die Feuerwehr. Über 14 Stunden war der Strom ausgefallen und das Feuerwehrhaus als Notanlaufstelle für die Bürger eingerichtet worden.
In dem über 18 Stunden dauernden Einsatz waren wir von der Außenwelt durch umgestürzte Bäume abgeschnitten.

Im Juli sorgte ein heftiges Gewitter mit Starkregen und Hagel dafür, dass in der Ortsmitte über 8 Keller mit Wasser vollgelaufen sind. Im Oktober brach die Hauptwasserleitung an der Heinrichsthaler Straße. Auch hier war die Feuerwehr über 14 Stunden mit 2 Tragkraftspritzen im Einsatz, damit die Wasserversor-gung sichergestellt werden konnte.

Neben diesen zeitlich gesehenen Großeinsätzen kamen auch noch viele weitere dazu. So hatten wir auch dieses Jahr wieder einen LKW-Unfall. 5 Brände hielten die Feuerwehr auf Trapp. Insgesamt haben wir ein neues „Einsatzrekordjahr“ gehabt, denn wir wurden 2007 zu 176 Einsätzen alarmiert, hiervon entfallen immerhin 82 auf die medizinische Hilfeleistung.

Seit dem 23.11. ist das neue Mehrzweckfahrzeug, ausgebaut von der Firma Püttig, bei uns am Standort. Die Fahrzeugweihe und offizielle Indienststellung findet beim Florianstag 2008 statt.

2008

Bei der Jahreshauptversammlung am 08.03.2008 wurde die Vorstandschaft neu gewählt:

1. Vorsitzender Rudolf Hackel, 2 Vorsitzende Michaela Bernard, Kassier Peter Lippert, Schriftführerin Angelika Batz, Kassenprüfer Arnulf Kunkel und Christoph Kunkel. Als Beisitzer aufgrund der Funktion wurden ernannt: Gerätewart Thomas Kerber und Öffentlichkeitsarbeit Tobias Brinkmann.Ferner sitzen noch die Kommandanten Achim Büttner und Jörg Hackel sowie der Jugendwart Tobias Dehniger in der Vorstandschaft.

Bei der Jahreshauptversammlung übergab der 1. Vorsitzender Rudolf Hackel dem Bürgermeister Werner Englert einen Scheck in Höhe von € 15.000 als Zuschuss des Feuerwehrvereins für das neue Mehrzweckfahrzeug.

Von der Feuerwehr und vom Feuerwehrverein erhielt Dr. Joachim Brinkmann für die Gründung und Leitung der First Responder Gruppe von 1999 bis Juli 2007 eine Sonderehrung. Ferner wurde ihm die Goldene Anstecknadel der Feuerwehr Heigenbrücken verliehen.

 

 

Autoren und Mitarbeiter:

 Angelika Batz, Tobias Brinkmann, Achim Büttner   

Stand: März 2008